RTF Almabtrieb 2015

Die erste RTF des Jahres sollte auch gleichzeitig die letzte werden. Die RTF Almabtrieb in Raisdorf südlich von Kiel sollte die letzte längere Ausfahrt für uns auf dem Rennrad gewesen sein. Es war eine wunderbare Veranstaltung, die (mal wieder) gezeigt hat, auch ohne Zeitnahme kann man beim Radfahren an seine Grenzen kommen – zumindest, wenn man nicht genug Kilometer in den Beinen hat. Aber der Reihe nach.

RTF Almabtrieb
Start der RTF Almabtrieb in Raisdorf

Anfahrt und Wetter zur RTF Almabtrieb

Die Wettervorhersage versprach in den letzten Tagen einen goldenen Herbst in Norddeutschland, so das wir uns gar nicht besonders viele Sorgen über das Wetter gemacht habe – auch wenn es morgens schon empfindlich kühl ist. So auch am Samstag. Das Thermometer zeigte mal knappe 5 Grad und was noch etwas schlimmer war, die Sichtweite war teilweise nur 50 Meter weit. Aus dem trockenem Nebel Hamburgs ist ein nasser in Schleswig-Holstein geworden, aber wir glaubten der Wettervorhersage, dass es ein wunderbar sonniger Tag werden sollte – ich entschied mich trotzdem für lang-lang.

Fahrt und Strecke

RTF Almabtrieb
Das Highlight der RTF Almabtrieb: 7,4 km an der Ostsee.

Wir sind die 110km-Strecke gefahren, die eigentlich nur 104 Kilometer lang ist, aber am Ende dann doch 110 lang wurde. Bis zur ersten Kontrolle ist eigentlich nichts spannendes passiert, wir rollten in einer recht großen Gruppe einfach mit und freuten uns, dass der Nebel immer lichter und die Temperaturen immer höher wurden. Da uns nach 20 Kilometer noch nicht nach Pause war, fuhren wir einfach zu zweit weiter, bald bildete sich jedoch um uns herum eine Gruppe, mit der wir bis zur Ostsee gefahren sind. Das war wirklich ein Highlight, mehr oder weniger direkt an der Ostsee, phantastischer Blick und die Sonne kam immer mehr raus. Für solche Entdeckungen liebe ich diesen Sport. Nach der Ostsee ging es mit einer großen Gruppe weiter zur zweiten Verpflegung bei Kilometer 60 (die auch super war). Die Gruppe war vom Prinzip her sehr angenehm, allerdings fanden wir sie etwas unruhig, so dass wir nicht traurig waren, dass wir sie in der Pause verloren haben. Wir fanden schnell vier andere Mitstreiter, mit denen wir uns ordentlich verfahren haben – da die Ausschilderung noch nicht fertig war. Der Sportkollege im Ausschilderungswagen hat wirklich alles gegeben die letzten Meter vorbildlich zu markieren und half uns dabei den richtigen Weg zu finden, wirklich sehr sympathisch. Sympathisch war es auch, dass die vier auf mich gewartet haben, als irgendwann meine Kräfte schwanden und wir in sehr moderatem Tempo zum dritten Depot der RTF Almabtrieb gefahren sind. Gut gestärkt fühlte ich mich wieder fit für die letzten 30 Kilometer und die ersten 20 davon liefen auch gut, aber dann war mein Akku wirklich leer. 45 Trainingskilometer seit den Cyclassics waren dann doch etwas zu wenig um 110 Kilometer durch doch hügeliges Land mit einem Schnitt jenseits der 32 zu wuppen. So musste Felix auf mich warten und wir radelten quatschend ins Ziel und beschlossen und zukünftig trotz der meist sehr guten Ausschilderung die Strecken als GPS-Tracks mitzunehmen.

In Summe ein wunderbarer Saisonabschluss…

P.S. Die beiden Bilder sind von Helmuts-Fahrrad-Seiten

Patrick Verfasst von:

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