PSD Halbmarathon Hamburg Wandsbek

Am Sonntag stand mit dem 2. PSD Halbmarathon im Hamburger Stadtteil Wandsbek das vierte größere sportliche Highlight des Jahres an. Gerade für Mark sollte es eine Chance sein, den verpassten Marathonstart im April nachzuholen – auch wenn die Vorbereitung für den Halbmarathon bei uns beiden nicht optimal war, standen wir dennoch voll motiviert am Sonntagabend am Start. Das Wetter meinte es gut und der Hamburger Spätsommer zeigte sich bei um und bei 18 Grad von seiner besten Seite, so konnte das etwas kleinere Teilnehmerfeld entspannt auf die Reise gehen?

Halbmarathon Wandsbek
Start Halbmarathon Wandsbek

Entspannt beim Halbmarathon?

Naja, so entspannt war das dann am Anfang doch nicht. Zunächst ging es etwas zickzack aus dem Quarre-Viertel hinaus. Bis das Feld sich auflockerte dauerte es etwas, was eigentlich nicht so schlimm wäre, wenn nicht ein Motorrad mit Fotografen durch eben dieses Feld fahren wollte. Ob das jetzt so richtig schlau ist, sei mal dahingestellt, auf jeden Fall sind sich Motorradfahrer und ein Läufer gehörig auf den Senkel gegangen, was in einer wilden Treterei endete. Schon bei den ersten zwei Kilometern sind uns „leichte“ Unstimmigkeiten in den Kilometermarkierungen aufgefallen, die später zum „Strecken-Gate“ führen sollten, aber dazu später mehr.

Der Lauf durch Wandsbek, Farmsen und Berne

Ich bin in der Gegend aufgewachsen, so dass der Lauf am Sonntag ein wenig wie die Reise in meine Vergangenheit war. Die meisten Stellen kannte ich und verband sie mit Erlebnissen aus meiner Kindheit und Jugend, das war eigentlich sehr schön. Was nicht so schön war, dass die Strecke sehr viele lange Geraden hatten, was mir immer etwas die Motivation nimmt, aber anders ist so eine Strecke nicht zu planen, gerade von Start und Ziel an einem beliebten, praktischen und zentralem Ort wie Wandsbek-Markt sein soll. Auch die Staffel-Wechsel an den U-Bahnstationen waren gut gewählt, so dass es insgesamt eine Super-Veranstaltung war.

 

Wie lang ist eigentlich ein Halbmarathon?

Laut Wikipedia ist ein Halbmarathon 20,0975 Kilometer lang – logischer Weise genau die Hälfte des „normalen“ Marathons. Da der PSD Halbmarathon Hamburg gleichzeitig auch als Hamburger Meisterschaft deklariert wurde, erwähnte der Veranstalter häufiger, dass die Strecke „amtlich“ vermessen sei. Nun stellen Mark und ich schon beim 2km-Schild fest, dass unsere Uhren da schon knappe 2,3 Kilometer gemessen hatten. Dieser Gap zog sich weiter und vergrößerte sich zudem. Unser Plan war, die erste Hälfte mit einem 5:30er Schnitt zu laufen um noch etwas Luft zu haben um so auf jeden Fall eine Zielzeit von unter zwei Stunden zu erreichen. Was rein rechnerisch ein Kilometerschnitt von 5:40 ist. Als bei Mark circa bei Kilometer 16 die Kräfte langsam schwanden, bin ich allein weitergelaufen und hatte noch genug Blut im Hirn um auszurechnen, dass unsere Taktik nicht funktionieren würde, wenn die Kilometerzähler stimmen würden und ich weiterhin über 5:30 laufen würde. (einfache Mathematik ist ab Kilometer 15 gar nicht mehr selbstverständlich) Ich beschleunigte also und lief die letzten Kilometer in 5:20 bis 5:30 um eben genau nach 1:59:30 ins Ziel zu laufen, was nach meiner Uhr einen Schnitt von 5:30 bedeutete. Das konnte logischer Weise nicht stimmen. Auf meiner Uhr war der Halbmarathon zum Ende hin um gute 600 Meter länger geworden und auch bei anderen Läufern hörte man diese Diskussion, die sich in den nächsten Stunden auf Facebook fortführte. Mit dem Ergebnis, dass der Veranstalter die Strecke erneut vermessen lassen möchte. Da frage ich mich, warum nicht einfach einen Fehler zugeben – die Welt geht von 500-600 Meter ja auch nicht unter.

Oder war es gar nur eine einfach Fehlleitung hinter dem Quarree, dass wir nicht die Straße „Hinter dem Stern“ hätten laufen müssen, sondern die Klappstraße, das würde vieles erklären…

Die Ergebnisse des Halbmarathons

Mark hatte im Ziel eine Zeit von knapp über 2:02, was in Summe sicherlich eine reale Halbmarathonzeit von unter zwei Stunden bedeutet. Ich war insgesamt ganz knapp unter zwei Stunden und Strava gibt mir eine Zeit von 1:56 an – damit können wir sicherlich mehr als zufrieden sein mit diesem wunderbaren Sonntag in Wandsbek.

Patrick Verfasst von:

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