Laufen an der Alster

Über die Strecke um die Außenalster ist eigentlich alles geschrieben. 7,5 Kilometer flach um die große Wasserfläche in der Mitte Hamburgs. Wege aus Sand, meistens ganz gut in Schuss, nur wenn es stark geregnet hat, wird es zum Pfützen-Hindernis-Lauf. Neben Strava gibt es sogar extra Webportale die sich mit der Alsterrunde beschäftigen, und neben den laufenden Sportler finden sich an den diversen Parks auch immer mehr Freeletics. Eigentlich ist alles gesagt, wenn es da nicht noch zwei drei Anmerkungen zum Laufen an der Alster geben würde:

Laufen an der Alster

1. Nie alleine Laufen

Egal welche Uhrzeit, man läuft an der Alster nie allein. Egal ob 4 Uhr morgens (ok, bin nur mit der Bahn über die Kennedybrücke gefahren) oder 22 Uhr Nachts (ok, bin mit dem Auto vorbeigefahren) sind die Läufer und Läuferinnen mit neonfarbenden Jacken unterwegs. Da die Läufer wirklich immer unterwegs sind, die die „normalen“ Fussgänger, die sich bei schönem Wetter um die Alster schlängeln seltene Besucher, aber dazu unter Punkt 3 mehr!

2. Sehen und Gesehen werden beim Laufen an der Alster

Wer sich wundert, warum in der Innenstadt SportScheck, Stadium, Adidas und Karstadt-Sport quasi nebeneinander existieren und alle die mehr oder weniger gleichen Produkte im Schaufenster haben können. Hier wird alles zur Schau getragen, in der klaren Überzahl sind auf jeden Fall die sehr modischen Läufer mit angesagten Klamotten und entsprechend recht stylisch. Den Zusammenhang von neuen und schönen Klamotten und unsportlich vs. alte Klamotten und Profiläufer, der ja oft hergestellt wird, kann ich nicht erkennen. Eher im Gegensatz, Personen die viel laufen, werden irgendwann mehr Geld für das Equipment ausgeben. Laufnovizen erkennt man eher an der Nutzung von Baumwolle, statt der Synthetikfasern moderner Laufklamotten. Natürlich gibt es Ausreißer in alle Richtungen. Etwa Frauen die sehr stark geschminkt sind oder mir ist ein Läufer in Erinnerung, der täglich mit einem normalen Oberhemd gelaufen ist – alles geht, das ist ja vielleicht auch das schöne an dem Sport und beim laufen an der Alster sehen es alle 😉

3. Hindernis mit Fussgängern

Wann ist die Zeit für lange Läufe? Richtig, am Wochenende. Wo lässt es sich mit am besten Laufen – wieder richtig, an der Alster. Wo macht der geneigte Hamburger bei Sonnenschein seinen Sonntagsspaziergang – an der Alster. Hieraus ergeben sich deutliche Konfliktpotentiale. Nicht selten hört man die Fussgänger sagen: „Müssen die denn unbedingt heute Laufen?“. Was angesichts der massiven Geruchsbelästigung der Läufer nachvollziehbar ist, aber hier kann fast philosophisch eine Gerechtigkeitsfrage gestellt werden. Läufer nutzen die Wege um die Alster mehrmals täglich, während Fussgänger seltener, mit geringerer Frequenz und nur bei gutem Wetter kommen. Wer ist dann derjenige der stört??

4. In welche Richtung um die Alster laufen

Gefühlt laufen an der Alster immer die meisten Läufer in die andere Richtung als man selbst. Wir laufen immer im Uhrzeigersinn um die Alster. Das hat keinen besonderen Grund, hat sich irgendwie so eingebürgert und als überzeugter Traditionalist wird das Verhalten auch nicht mehr in Frage gestellt – na gut, vielleicht beim nächsten Lauf. Das Portal Alsterrunning führt diverse Statistiken zum laufen an der Alster und siehe da, 52 Prozent der Läufer, laufen im Uhrzeigersinn um die Alster.

Also auf zur nächsten Runde um die Alster, es gibt ja immer was zu sehen und die Richtung ist egal 🙂

Patrick Verfasst von:

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