Lange Läufe im Marathontraining

42,19 Kilometer in einer beliebigen Zeit zu laufen kann ja nicht so schwer sein – denkt der Radfahrer, der ohne größere Probleme – so denkt er – 120 Kilometer Radfahren kann. Kurze Läufe: Kein Problem. Tempo Läufe: schon eher. Lange Läufe: heftig.

Nach einhelliger Meinung aller Bekannten und Blogs, sind Lange Läufe der Schlüssel zu einer erfolgreichen Marathon-Premiere. Der gesamte Bewegungsapparat muss sich auf um und bei vier Stunden Joggen einstellen. Mittlerweile finde ich, dass die Belastung beim Laufen höher ist, als beim Radfahren, zumindest, wenn man meinen Zustand nach den ersten Langen Läufen als Maßstab nimmt. 14 bis 16 Kilometer sind schon seit einiger Zeit kein besonders Problem mehr. Die doppelte Alsterrunde oder an der Elbe bis zum Jenischpark fordern nicht mehr richtig. Aber schon der erste Lauf über 20 Kilometer ging an die Substanz, was aber nichts im Vergleich zum Langen Lauf über 24 Kilometer war. Es war gar nicht klar, was alles weh tat, es war einfach alles unterhalb des Bauches, gekoppelt mit einer ungehörigen Müdigkeit und Hunger. Nach 2,5 Stunden Radfahren bin ich nicht so im Eimer, dafür das gute Gefühl, dass erstmals die Strecke die noch fehlt kürzer ist als die gelaufene.

Hamburg neu entdecken

Für die Lange Läufe Bedarf es schon etwas mehr Planung als für die Läufe über 10 oder 15 Kilometer. Da kann man einfach loslaufen und nach der Hälfte kann einfach umgedreht werden. Bei 24 und später 30 Kilometern muss schon geschaut werden, dass es mit der Länge hinhaut und es auch nicht zu eintönig wird. So kommt es, dass man immer wieder neue Ecken von Hamburg kennenlernt. Die letzten Lange Läufe gingen für mich immer durch den Alten Elbtunnel und dann Richtung Veddel. Hauswanderermuseum, Hausboote, Umschlagplätze und Energieberg konnten so erkundet werden und auch der Rückweg durch die Hafen-City bietet immer Veränderung.

Patrick Verfasst von:

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