Hoch und runter durch Blankenese

Die Saison ist deutlich fortgeschritten und der Sommer auch. Entsprechend können härtere Runden gefahren werde, aber auch zwangsweise etwas kürzere, da es schon gegen neun spürbar dunkler wird. Die fortgeschrittene Saison spürt man hier in Hamburg auch an der Vielzahl an Radlern – die Cyclassics sind nicht mehr fern. Durch einen späten Feierabend und Lust auf ein wenig Qual machten wir uns auf eine hügelige 40km Runde ab Altona, in der viele der härtesten Steigungen im Westen Hamburgs eingebaut waren.

Von Altona nach Blankenese

Die 10 Kilometer bis nach Blankenese ging es entspannt parallel zur Elbchaussee durch Othmarschen und Nienstedten. Zwar gibt es auch hier beim Jenischpark die ein oder andere Welle, richtige Höhenmeter sammelt man hier aber nicht. Dafür haben wir mit Freude festgestellt, dass in den vergangenen Monaten massiv die Straßen ausgebessert wurden, so dass die Strecke wieder eine wirkliche Alternative ist.

Blankenese – Am Eiland

In Blankenese angekommen, folgten wir weiter der Elbchaussee ins Zentrum des Treppenviertels. Dann ging es erstmal mit bestem Blick auf die Elbe bergab, bevor die Kette vorsorglich nach Links wanderte und der Anstieg Am Eiland in Angriff genommen wurde. Ich mag ihn nicht! Mit durchschnittlich 8,7% Steigung ist er immerhin auf Platz drei der oben genannte Liste. Er lässt sich nicht besonders gleichmäßig fahren, da er gefühlt immer steiler wird und durch die beiden Rechtskurven auch nicht so richtig gut einsehbar ist. Immerhin sind wir, auch im Vergleich zum Vorjahr, ganz gut hochgekommen.

Kösterberg-Runde

Anschließend ging es via Rissener Landstraße nach und durch Rissen, bevor es dann links ab in den Tinsdaler Kirchenweg ging. Hier waren schon ordentlich Radler und es geht ja auch schon etwas bergan, bevor es mit dem Gropiusweg (Platz 18 der Liste) weitergeht. Ist der überstanden geht es zum Kösterberg, der allein gesehen zwar recht kurz ist, dafür aber den höchsten Punkt in Hamburgs Westen markiert. In der Auflistung der härtesten Steigungen Hamburgs schafft es der Kösterberg auch gerade noch so in die Top30.

Kösterberg-Runde II

An der Shell-Tankstelle geht es nicht nach rechts zurück nach Altona, sondern links auf eine zweite Runde. Also mit Topgeschwindigkeit zurück nach Rissen, wieder durch Rissen durch und wieder links ab in den Tinsdaler Kirchweg, diesen hoch bis zum Grotiusweg und dann die Steigung rauf und wieder runter bis zur Bushaltestelle. Dann aber nicht nochmal den Kösterberg hoch, sondern runter zum Falkensteiner Ufer.

Waseberg

Vom Falkensteiner Ufer geht es links zum Waseberg. Die unangefochtene Nummer 1 der Liste. Durchschnittlich 12 Prozent Steigung und im Maximum 16 Prozent und das alles auf 500 Meter. Neben der Qual da hoch zu kommen, fährt auch immer ein wenig die Angst mit rückwärts runterzurollen und nicht rechtzeitig aus den Pedalen zu kommen. Im Vergleich zum Eiland ist der Waseberg aber kalkulierbarer, da das Ende die ganze Zeit zu sehen ist. Dennoch anstrengend. Immer wieder erstaunlich finde ich es, wenn man diese Strecke fährt, wie sich das Profi-Peloton samt Begleitfahrzeuge und Motorräder da durch schlingert.

Zurück nach Altona

Nach dem Waseberg geht es durch Blankenese zurück zur Elbchaussee die dann bis Teufelsbrück gefahren wird. Hier rechts ab, die nächsten Höhenmeter sammeln. Die Strecke hat es nicht in die Top 30 der härtesten Steigungen geschafft, was vielleicht auch daran liegt, dass sie nicht so bekannt ist. Dann geht es auf der Straße am Hochrad weiter, dann ein kurzer Sprint zum Zebrastreifen und die Hauptanstrengungen sind vorbei – es sei denn, es wird über den ein oder anderen Schlenker noch zur Elbe runter gefahren, um noch die letzten Höhenmeter zum Altonaer Rathaus auf der Kaistrasse mitzunehmen. Mehr geht dann wirklich nicht auf der Strecke zwischen Altona und Blankenese.

Patrick Verfasst von:

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.