leere Straßen beim Harz Trainingslager 2016

Harz Trainingslager 2016

Wie schon im vergangenen Jahr entschieden wir uns auch 2016 wieder unsere Form auf dem Rennrad mit einem Harz Trainingslager aufzubessern. Mit dem ersten Wochenende im Juni etwas später als im Vorjahr, was sich im deutlich besserem Wetter zeigte, nicht die einzige positive Überraschung.

Start mit Schwierigkeiten

Eigentlich sollte das Harz Trainingslager schon im April stattfinden. An dem geplanten Wochenende war dann aber noch Schnee und Temperaturen von um und bei 4 Grad für den Harz vorhergesagt – wir blieben in Hamburg. Neu geplant und eben für das erste Juni-Wochenende entschieden, wie sich zeigte eine perfekte Entscheidung.

Von Hamburg nach Elend

Früh morgens am Samstag machten wir uns auf den Weg in den Harz. Diesmal wählten wir nicht den Weg über Braunschweig, sondern blieben auf der A7 und fuhren über Clausthal ins Zentrum des Harzes. Die Fahrt ist mit knappen drei Stunden wirklich immer sehr übersichtlich, so dass wir nach dem Check-In schon am frühen Mittag uns auf die Räder schwingen konnten.

St. Andreasberg und Wurmberg

Die erste Tour führte uns von Elend über Braunlage und dann via L101 etwas raus aus dem Harz. Das bedeutete erst mal ordentlich bergab und dann auf relativ flachem Terrain über Bad Lauterberg nach Herzberg. Das waren schon mal fast 60 Kilometer, aber der härtere Teil des Tages sollte noch kommen.

oben in St. Andreasberg angekommen - 18 Prozent sind mir zuviel
oben in St. Andreasberg angekommen – 18 Prozent sind mir zuviel

In Herzberg haben wir was gegessen, bevor es ordentlich und fast ausschließlich bergauf ging. Direkt von Herzberg ging es auf der L521 Richtung Sankt Andreasberg. Besonders gut hat uns die Strecke entlang der Sieber gefallen, nicht zuletzt, weil die Straße teilweise für Autos gesperrt war und wir so locker und entspannt nebeneinander fahren konnten. Das änderte sich erst, als wir schon dachten den anstrengendsten Teil geschafft zu haben, aber nach einer kurzen Abfahrt ging es gleich wieder bergauf mit einem ganz dickem Ende in St. Andreasberg. Von der 18 Prozent-Steigung hatte ich schon gelesen, aber es ist wirklich ein unglaublicher Anblick, wenn die Straße fast senkrecht in die Höhe steigt. Von dort ging es weiter nach Braunlage, die Hoffnung, dass wir dahin rollern könnte, zerschlug sich recht bald an einem doch zähen Aufstieg auf der B27. Zur Belohnung gab es in Braunlage erstmal einen Erdbeerbecher. Leider waren wir dann wieder voll motiviert und sind noch auf den Wurmberg hoch. Mich hat die Vorfreude auf eine kalte Cola den Berg hochgetrieben, leider war die Hütte oben schon geschlossen, so dass wir so den Ausblick genossen und uns dann auf die Abfahrt Richtung Elend gemacht haben.
Am Ende des ersten Tages vom Trainingslager Harz standen 105 Kilometer und gute 1500 Höhenmeter auf dem Tacho.
Den Abend haben wir dann bei lecker Essen und Bier in Wernigerode verbracht.

Sonntag goes Brocken

Auf dem Weg zum Gipfel - am Brocken blieb Luft für Späße ;-)
Auf dem Weg zum Gipfel – am Brocken blieb Luft für Späße 😉

Fast schon traditionell ging es am zweiten Tag vom Harz Trainingslager auf den Brocken. Dieses Jahr aber nicht über die lange Anfahrt via Werningerode, sondern von Elend über die K1356 nach Schierke. In dem Ort beginnt nach einer Schranke der knapp 14 Kilometer lange Anstieg zum höchsten Gipfel des Harzes. Nach knappen 40 Minuten waren wir oben und genossen an dem sonnigen Sonntag einen wunderbare Aussicht. Anschließend machten wir uns auf die Abfahrt und weitere gute 45 Kilometer durch den Harz. Insgesamt lässt sich der Brocken deutlich angenehmer fahren als der Wurmberg. Die erste Hälfte geht sehr moderat bergan, erst zum Ende hin gibt es steilere Stücke, die aber selten mehr als 12 Prozent aufweisen.

Stausee der Bode mit perfekten Straßen fürs Rennradtraining
Stausee der Bode mit perfekten Straßen fürs Rennradtraining

Das nächste Ziel war nach der Abfahrt vom Brocken Susenburg, hier ging es auf nicht ganz so toll befestigten Straßen hinauf auf gute 500 Meter, bevor wir ein ganzes Stück der Bode folgten. Perfekte Straßen um es noch mal richtig Rollen zu lassen – die Bodentalstrasse hat keine großen Hinternisse, perfekt um die Beine nach den Anstrengungen am Anfang etwas Ruhe zu gönnen. Erst ab Sorge, wenn es Richtung Elend geht, wird die Topographie wieder etwas hügeliger, aber alles schaffbar, auch wenn nach knappen 180 Kilometer und guten 2.500 Höhenmeter jeder zusätzlicher Höhenmeter weh tat.
Zurück in Elend ausgeruht, Sachen gepackt und nach Braunlage gefahren, um die leeren Energiespeicher aufzufüllen.

Fazit Harz Trainingslager

Es war ein wunderbares Wochenende – perfekt zum Rennradfahren. Ruhige Straßen, viele Höhenmeter und fantastisches Wetter – besser geht es im Norden nicht.

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