Elbberg mit Elbcampus

Elbberg Altona

Wie der Name es vermuten lässt, liegt der Elbberg direkt an der Elbe, um genauer zu sein am Fischmarkt in Altona. Er ist die direkteste Verbindung vom Kreuzfahrtterminal Altona zum Rathaus Altona und nur zu Fuss oder mit dem Rad befahrbar. Damit sich der Anstieg richtig lohnt, geht es nach dem Elbberg weiter die Kaistraße bis zum Rathaus Altona hoch.

Der Anstieg Elbberg

Der Anstieg beginnt gleich hinter den Fischhändlern an der Großen Elbstraße. Diese wird verlassen und es geht am Therani-Haus vorbei und direkt hoch. Die Aussicht über den Hafen oder die doch modernen und ansprechenden Bauten genießen, bevor es in einer Rechtskurve auf die Kaistraße geht, die leider kein besonders schönen Ausblick bietet – erst wieder wenn man oben auf dem Altonaer Balkon angekommen ist.
Der Gesamte Anstieg ist gute 500 Meter lang. Bei den Höhenmetern gibt es unterschiedliche Angaben, aber es werden gute 20 sein, wie bei den anderen Anstiegen entlang der Elbe auch.

Sportlicher Aspekt Elbberg

Das ist so eine Sache. Beim Laufen lässt er sich super einbinden, da ja fast immer irgendwann zwischen dem unteren und dem hohen Elbweg gewechselt werden muss. Und da ist der Elbberg sicherlich die schönste aller Varianten.

Der Anstieg Elbberg bei Strava
Der Anstieg Elbberg bei Strava

Was zum Laufen gut, ist für das Radfahren nervig. Der Elbberg ist nur zur Hälfte asphaltiert. Am Anfang ist recht grobes Kopfsteinpflaster und der Weg führt direkt auf den Fussweg der Kaistraße, um auf die Straße zu gelangen, muss meist gewartet werden.
Zudem ist die Anfahrt mit dem Rad auch nicht besonders toll. Entweder aus Richtung Neumühlen über eben jene Straße oder entlang der Elbe – beides mit Kopfsteinpflaster, oder aus Richtung Fischmarkt, ebenfalls mit Kopfsteinpflaster. Der Elbberg eignet sich so gesehen optimal zur Vorbereitung auf einen Klassiker oder für das Finale mit dem Crossrad.

Tipps der Cyclisten Altona zum Elbberg

Das ist einfach. Kurz inne halten (oder zwei mal in Angriff nehmen), die Aussicht genießen, ein Foto des wunderbaren Panoramas machen und sich darüber freuen wie schön Hamburg sein kann.

Geschichte rund um den Elbberg Altona

Wer ganz genau hinschaut hat die Möglichkeit die Reste der alten Altonaer Hafenbahn mit ihrem Tunnel und dem Schellfisch-Tunnel zu sehen. Die Bahnstrecke führte vom Hafen zum heutigen Bahnhof Altona. Dort an der Präsident-Kahn-Straße kann das andere Ende der Strecke ebenfalls noch erkannt werden. Hier noch ein paar Hinweise der Informationstafel vor Ort und der Webseite:

Der Altonaer Hafenbahn-Tunnel oder Schellfisch-Tunnel ist ein Eisenbahntunnel in Hamburg-Altona. Er ist 973 Meter lang und verbindet den Altonaer Bahnhof mit dem unterhalb des Geesthangs an der Elbe gelegenen Altonaer Fischereihafen.

Historischen Aufnahme des Elbbergs vor dem Bau der Hafenbahn.
Historischen Aufnahme des Elbbergs vor dem Bau der Hafenbahn.

Problematisch war die Güterstrecke zum Altonaer Hafen. 1845 erbaute die Eisenbahngesellschaft Kaianlagen an der Elbe und verband diese mit dem Bahnhof.
Dazu mussten 30 Höhenmeter überwunden werden. Die Gleisverbindung verlief auf einer steilen Rampe mit einer Steigung von 1:6,5. Zur Überwindung der steilen Rampe setzte man ein von Pferden angetriebenes Göpelwerk ein. Die Güterwagons wurden an einem Seilzug zum Kai herabgelassen. Zum Heraufziehen wurden sie einzeln auf einen Rollschlitten gesetzt. Für Fuhrwerke wurde eine weniger steile Rampenstraße gebaut. Sie hatte eine Steigung von 1:18.
1849 wurde der Pferdegöpel durch eine stationäre Dampfmaschine in einem Maschinenhaus abgelöst. Die Förderkapazität konnte so auf bis zu 80 Güterwagen pro Tag erhöht werden.

Am 18.Januar 1876 wurde die Rampenstrecke der Bahn durch eine eingleisige Tunnelstrecke von 395 Metern Länge bei 1:36 Steigung zwischen dem Elbhang und dem Altonaer Bahnhof ersetzt. Über dem hafenseitigen Tunnelportal erinnert eine Plakette mit der Jahreszahl 1874 an den Baubeginn des Tunnels.

Im Jahr 1895 wurde der Altonaer Bahnhof nach Norden verlegt. Damit keine oberirdische Bahnstrecke Altona und Ottensen trennt, wurde auch die jetzt erforderliche Verlängerung der Güterstrecke im Tunnel verlegt. Der Tunnel war nun insgesamt961 Meter lang. Der neuere Tunnelteil verläuft unter der jetzigen Max-Brauer-Allee zwischen Elbhang und Bahnhof. Der Tunnel wurde ausschließlich für den Güterverkehr genutzt. Von September 1933 bis Juni 1936 wurde der Südteil des Tunnels erneuert. Bei dieser Gelegenheit erhielt er einen neuen südlichen Tunneleingang. Während des Krieges suchte die Bevölkerung in dem eigentlich dafür ungeeigneten Tunnel Schutz vor den Fliegerbomben.

Von 1911 bis 1954/1955 wurde die Tunnelbahn elektrisch mit Wechselstrom 6,3 kV und 25 Hertz befahren, dies ist die Stromart der damaligen Hamburger Wechselstrom-S-Bahn. Nur kurz, bis 1956, wurden Dampflokomotiven eingesetzt. Anschließend wurde die Strecke bis zu ihrer Stilllegung in 1992 mit Diesellokomotiven befahren. Der nördliche Tunnelmund auf der Ostseite des Altonaer Bahnhofs diente nach 1979 als LKW-Zufahrt zum Keller des benachbarten Kaufhauses, dabei handelte es sich um eine der wenigen unterirdischen Bahnübergänge weltweit. Zur Stilllegung kam es, da der Güterverkehr durch den Tunnel abnahm, der Transport per LKW war praktischer. Ende der 1980er zählte man nur noch rund 100 Güterwagons pro Jahr.

Noch vor der Stilllegung gründete sich der „Verein zur Rettung der Hafenbahn Hamburg Altona e.V.“. Er wollte die Strecke als Museumsbahn nutzen. 1992 wurde der Tunnel stillgelegt und an seinem Südportal mit einem Eisengitter verschlossen. Wegen bestehender Einsturzgefahr wurde 1998 die Achslast auf den darüber führenden Straßen beschränkt. 1998 stellte man fest, dass der marode Tunnel einsturzgefährdet ist. Die Stadt hatte sich jedoch für den Erhalt des Tunnels als Baudenkmal entschieden. Für rund 3,5 Millionen Euro wurde er saniert und mit einem Mantel aus Beton und Stahl stabilisiert. Damit wurde zur Erhaltung eines bedeutenden Industriedenkmals des 19. Jahrhunderts beitragen, außerdem war die Sanierung kostengünstiger als ein Abbruch oder eine Verfüllung mit Sand.

Der Tunnel ist somit weiterhin erhalten, wird jedoch, genau wie die Gleisanlagen am Altonaer Fischereihafen, nicht mehr benutzt. Eine erneute Nutzung des Tunnels für den öffentlichen Personenverkehr zwischen dem Altonaer Bahnhof und dem Gebiete um die Große Elbstraße wurde untersucht und im April 2005 aus Kostengründen verworfen.
Der Tunnel folgt der Hauptverkehrsstraße Max-Brauer-Allee südwärts bis zum Neuen Altonaer Rathaus, kurz davor wird er von der Tunnelstrecke der City-S-Bahn unterquert. Auf Höhe des ehemaligen Altonaer Bahnhofs (Südflügels des Rathauses) schwenkt er nach Südwesten und tritt kurz danach unterhalb des Altonaer Balkons am steilen Geestabhang zu Tage. Unterhalb des Tunnels schloß sich das Gleisnetz der Altonaer Hafenbahn an, das an seinen Enden vom Neumühlener Kühlhaus am heutigen Museumshafen Övelgönne im Westen bis kurz vor den Altonaer Fischmarkt im Osten reichte.

Seit Mitte der 1990er Jahre entsteht im Bereich des Altonaer Hafens ein neues Geschäftsviertel. Zu dessen Erschließung wird gelegentlich über eine Reaktivierung des Tunnels für den öffentlichen Personennahverkehr mit Spurbussen, Straßenbahnen und ähnlichem spekuliert. Aufgrund der hohen Kosten und der ungünstigen Lage zu anderen Verkehrsmitteln, insbesondere am Altonaer Bahnhof, wäre dies allerdings nur sehr aufwendig zu realisieren.

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