Team-Cyclassics-2013

Die Cyclassics 2013

Nun sind schon wieder fast zwei Tage vergangen, seit wir glücklich und euphorisiert durch das Ziel in der Mönckebergstraße gefahren sind. Aber der Reihe nach.

Die Anmeldung zu den Cyclassics 2013

Durch ein Missverständnis beim Teamnamen konnten wir nicht aus einem Block starten. Felix, Lupo (unser bayrischer Import) und Barbara starteten in S, also von hinten, ich hingegen konnte aus G starten. So nah am Hauptbahnhof war ich noch nie 😉
Cyclassics 2013
Blick aus Startblock G bei den Cyclassics 2013

Das Rennen

Der Nachteil an dem vorderen Startblock ist auf jeden Fall die Startzeit. Um 7,15 begann die Startaufstellung und um kurz vor acht ging es auch schon auf die Strecke. Mein Ziel war ein Schnitt zwischen 35 und 36 und eine recht defensive Fahrweise um ja heil ins Ziel zu kommen. Wie nicht anders zu erwarten ging es vom Start weg recht zügig Richtung Freihafen. Geschwindigkeiten um die 40-45km/h und dennoch waren die schnellen aus dem Block sofort weg. Das Kopfsteinpflaster vor den Elbbrücken bremste das Feld zwar, aber zur Köhlbrandbrücke wurde wieder ordentlich Tempo gemacht. Der „Anstieg“ hat mich dann ein wenig verwundert, viele wurden sehr langsam, keine Ahnung ob die Kräfte sparen wollten oder nicht schneller konnten. Ich bin zu einer größeren Gruppe aufgefahren und mit der auf die Walterhoferstraße gefahren. Dort überholte uns schon bald die erste Gruppe aus H, der wir uns anschlossen und in Windeseile waren wir schon am Ehesdorfer Heuweg. Hier wollte ich bis Langenrehm mein eigenes Tempo hochfahren und mich nicht völlig verausgaben. Diese Taktik ist ganz gut aufgegangen, dennoch bin ich gut 5 Minuten schneller gewesen als im Training. Später im Ziel sah ich, dass Felix Platz 30 und Lupo Platz 35 in der Bergwertung belegt haben, da hatte ich wohl den richtigen Trainingspartner… 
Anschließend rollte es sich die ganze Zeit sehr ruhig und angenehm. Ich musste selten Führungsarbeit leisten und konnte so kräftesparend im Windschatten fahren. Mir kam es so vor, dass deutlich mehr größere Gruppen unterwegs waren als in den hinteren Blöcken, was immer wieder zu „Knäueln“ und neuen Gruppen geführt hat. Dennoch habe ich bis Harburg nur einen Krankenwagen gesehen. Ab Harburg wurde etwas hektischer bis sich im Freihafen wieder eine große Gruppe fand, die mit guten 40km/h das Ziel ansteuerte. Die von mir gefürchteten Schienen waren wirklich vorbildlich versiegelt und gestopft, so dass sie keine Gefahr darstellten, als wir die Brücke vor der Abzweigung zu den Musicals erreichten, wurde das Tempo plötzlich deutlich langsamer und das Feld immer größer. Es bestand keine Möglichkeit schneller zu fahren, da die Strasse einfach dicht war. Und dann passierte es. Im vorderen Drittel des großen Feldes stürzte jemand und zog einige Fahrer mit, ich konnte noch knapp rechts ausweichen. Es hörte sich nicht gut an. Alle waren etwas schockiert und fuhren entsprechend ruhig weiter, es waren ja nicht mehr viele Kilometer. Ich fühlte mich noch vergleichsweise frisch und zog das Tempo an, bei der Kopfsteinpassage dann schon der nächste Sturz. Ich trat in die Pedale um möglichst schnell wieder auf den Asphalt zu kommen. Dann über die neue Brücke, Blick aufs Tacho: 42km/h. Was mir vor zwei Wochen noch wie die Hölle vorkam flog jetzt an mir vorbei. Weiter durch die Speicherstadt und dann kam auch schon die Feldertrennung. Ich ordnete mich links ein und kämpfte etwas mit meinen Beinen, die meinten, sie hätten nun genug getan. Ich erinnerte mich an Jens Voigt und die Beine waren ruhig. Um die Binnenalster herum und zur Musikhalle. Dort wartete meine Familie und feuerte mich für die letzten 1,5 Kilometer an, was mir ein sichtbares Lächeln aufs Gesicht zauberte.
Cyclassics 2013
Kurz vor dem Ziel ein Lächeln im Gesicht
Auf der Zielgeraden waren dann meine Akkus wirklich leer. Ich trat was ich konnte, aber über 34 km/h kam ich nicht mehr und war sehr froh als ich das Ziel erreicht hatte. 2 Stunden 50 Minuten waren das beste was ich mir vorstellen konnte und das habe ich dann auch erreicht.
Frische Getränke geholt, Transponder abgegeben und dann fing das Warten auf die anderen an. So konnte ich mir noch den Start der Profis anschauen, den Zieleinlauf der 155 und habe Felix auf Video erwischt. Nach und nach kamen die anderen glücklich und zufrieden ins Ziel.

Die Ergebnisse:

Platz 135 von 391 in der Teamwertung
Barbara: 3:13h / 31,9 km/h und Platz 314 in der Frauenwertung
Lupu: 2:43h / 37,6 km/h und Platz 1244 in der Männerwertung, zudem Platz 35 in der Bergwertung
Felix: 2:42h / 37,8 km/h und Platz 1091 in der Männerwertung, zudem Platz 30 in der Bergwertung
Patrick: 2:50h / 36,2 km/h und Platz 2279 in der Männerwertung
Cyclassics 2013
Glücklich im Ziel

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