Team-Cyclassics-2013

Das Radsportjahr 2013

Zum Jahresende, möchte ich einmal einen kurzen Blick zurückwerfen. Ein Radsportjahr, was sich deutlich anders präsentierte als das Jahr 2012, welches voll und ganz im Zeichen der guten Mannschaftsleistung bei den Cyclassics stand. 2013 war in der Team-Besetzung etwas wechselhafter, hatte mehr Rennen, mehr gefahrene Kilometer, mehr Unfälle, mehr Pannen und viel mehr Erlebnisse…

Winter

Der Winter zog sich sehr lange hin. Eigentlich wollten wir schon im März mit den regelmäßigen Ausfahrten beginnen. Schnee und Eis taten alles für einen späten Saisonstart. Felix und ich sind Ende März bei -1 Grad und starken, kalten Winden immerhin eine 60km Runde gefahren – es war fürchterlich. Eine Woche später dann der „offizielle“ Saisonstart bei immerhin 8 Grad, richtig richtig toll ist was anderes. 

Frühling

Mitte April war es dann soweit: Der Frühling war in Hamburg angekommen. Bei Temperaturen um die 15 Grad konnten die Winterklamotten langsam eingemottet werden. Und so sammelten sich langsam die Kilometer auf dem Tacho. Für mich gute 330 Kilometer im April und gemeinsam mit Felix der Entschluss beim Velothon in Berlin zu starten. Göttingen lag mit Ende April 2013 einfach zu früh in der Saison. Entsprechend den Berliner Streckenanforderungen haben wir unser Training umgestellt. Der Fokus lag zunächst auf möglichst langen Strecken, „Berge und Höhenmeter“ rückten etwas in den Hintergrund. Der Mai stand dann zunächst ganz in der Vorbereitung auf den Velothon, hatte aber auch sonst einiges zu bieten. Am 1. Mai sind wir mitten in die revolutionäre 1. Mai-Demo reingekommen und mussten uns den Weg zwischen Wasserwerfern suchen. Nur 10 Tage später kam es dann zum ersten schwerwiegenden Sturz in unser Trainingsgruppe, Mark brach sich nach einem heftigen Sturz das Schlüsselbein – immer noch schauert es mich, wenn ich an den Sturz denke. Neben dem Sturzpech, hatten wir über das gesamte Jahr hinweg auch deutlich mehr Pannen als 2012, Continental hat gut an uns verdient… 
Anfang Juni ging es dann nach Berlin, als Vorbereitung sind wir noch die RTF in Lüneburg gefahren, die sehr viel mehr Hügel zu bieten hatte, als wir uns je erträumt hätten. Berlin war dann ein Rennen mit besonderem Charme, welches mir aber alles abverlangt hat – und nur mit der treuen Hilfe von Felix habe ich es geschafft, in einer halbwegs annehmbaren Zeit ins Ziel zu kommen. Hier ist irgendwie eine Rechnung offen geblieben. Anschließend ging es für mich in den Sommerurlaub – ganz ohne Rennrad. 

Sommer

Der Sommer war grundsätzlich schön in Hamburg und recht schnell waren es nur noch 50 Tage bis zu den Cyclassics. Das Training wechselte ein wenig, es ging mehr in der Berge –  gerade auch in die Harburger, um den Anstieg nach Langenrehm möglichst gut zu meistern. Das sich das Training gelohnt hat, zeigen die guten Platzierungen von Felix und Lupo bei der Bergwertung, auch ich war auf der 100km Runde deutlich schneller als vor zwei Jahren. Insgesamt waren die Cyclassics eine tolle Veranstaltung, auch wenn das Teamfeeling ein wenig schwächer war, weil wir nicht alle zusammen gefahren sind. Aber dafür waren die Leistungsunterschiede doch etwas groß. Felix und Lupo waren immerhin gut 5 Minuten schneller als ich (die Zeit haben sie vor allem am Anstieg nach Langenrehm rausgeholt). Ich hingegen war noch 23 Minuten schneller als Barbara, die sich bei ihrer ersten Teilnahme hervorragend geschlagen hat. Derzeit tüfteln wir, wie wir das im kommenden Jahr optimieren können. Da uns das aber soooo viel Spaß gemacht hat, haben wir uns gleich noch für Münster angemeldet und das Training blieb schnell und wurde wieder flacher. 

Herbst

Am 3. Oktober dann das dritte und letzte Rennen der Saison. Münster hat sehr viel Spaß gemacht, war sehr anstrengend und Felix und ich haben es geschafft bis 5 Kilometer vor dem Ziel in der gleichen Gruppe zu fahren. (ok, er vorne, ich hinten – aber immerhin) Anschließend wurden die Tage kürzer und das Wetter schlechter, so dass die Ausfahrten immer seltener wurden. Um halbwegs fit über den Winter zu kommen und an meinen Schwächen zu arbeiten, hat ein Cyclocrossrenner den Weg zu mir gefunden. Ein tolles Gerät, welches so manche neue Perspektive eröffnet, die von der Straße nicht immer so deutlich wird. So habe ich es immerhin im Oktober und September geschafft wenigstens ein mal in der Woche auf dem Rad zu sitzen, der Dezember schwächelte da schon etwas. 
Nun hoffen wir auf einen kurzen Winter und einen schnellen Start in die Rennradsaison 2014. Ziele? Cyclassics noch schneller und vielleicht ein oder zwei weitere Rennen. Ansonsten genug Zeit zum Training zu finden. 

Statistik

Ein paar Zahlen:
Gesamtkilometer 2013: 3.100
Gesamthöhenmeter 2013:14.663
Durchschnittsgeschwindigkeit 2013: 27,6
Meisten Kilometer in einem Monat: Mai 580
Längste Strecke: 115km beim Velothon Berlin
Schnellste Fahrt: Durchschnitt von über 37 beim Münsterlandgiro 
Meisten Höhenmeter: 720 bei der RTF in Lüneburg
Verbrannte Kalorien beim Radfahren: 200.000 
 
 

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