Cyclassics 2014

Cyclassics 2014

Das waren nun die Cyclassics 2014, die Beine sind langsam wieder zu spüren und auch das Gehirn funktioniert wieder einigermaßen, so dass jetzt ein paar Zeilen zu dem gestrigen Rennen geschrieben werden können – was in Summe eine Menge Sonne und vereinzelt etwas Schatten hatte, aber zum Glück kein Regen.

Die Cyclisten im Startblock der Cyclassics 2014
Die Cyclisten im Startblock der Cyclassics 2014

Startaufstellung Cyclassics 2014

Wir entschieden uns am Samstag gemeinsam aus einem Block zu starten und bis Harburg gemeinsam zu fahren, immerhin ist der erste Teil aufgegangen und wir trafen uns bei herbstlichen Temperaturen im Startblock J. Der füllte sich nach und nach und mit etwas Verspätung ging es auf die Strecke – besonders beeindruckt hat Freerk mit seiner Jack Daniels Plastiktüte, die ihn warmgehalten hat – sah zumindest gut aus.

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Freerks Wärmeschutz

Schrecksekunde nach ein paar Kilometern

Wie immer startete das Rennen recht flott, aber es ging recht übersichtlich zu. In diversen Foren wurden die Cyclassics 2014 als besonders ruhig beschrieben, eine Beobachtung, der ich mich anschließen kann, nur einen habe ich Unfall gesehen – im vergangenen Jahr waren es deutlich mehr. Zurück zum Start durch den Hamburger Freihafen. Hier reihten wir uns links ein und überholten fleißig Fahrer, bis unvermittelt vor uns ein Motorrad auf der Straße stand. Keine Ahnung wo das herkam, ich habe es an dritter bis fünfter Position fahrend erst im allerletzten Moment gesehen, den vor mir ging es nicht anders, alle wichen aus und versuchten dabei nicht zu bremsen, um die hinter uns nicht zu gefährden. Leider nur mit mäßigen Erfolg, ein paar Radler stürzten direkt hinter mir in das Motorrad. Bei uns wurde kurz durchgezählt und dann ging es weiter. Felix zog das Tempo an, welches dann für Freerk und mich schon zu schnell wurde, so dass wir Lupo und Felix verloren. Ich verlor zunächst auch Freerk aus dem Blick, aber nach dem Erklimmen der Köhlbrandbrücke fanden wir wieder zusammen und sind gemeinsam Richtung Harburger Berge gefahren.

Über die Harburger Berge

Auf der Waltershofer Straße fehlte uns eine Gruppe, so dass wir dort schon recht viel im Wind arbeiten mussten und Kraft verschwendeten die mir später fehlen sollte. Mit Elan ging es dann in den Ehestorfer Heuweg den wir recht flott und gleichmäßig hochgefahren sind, ähnlich den weiteren Steigungen und der Bergwertung in Langenrehm. Das lief gut – kostete aber für mich Kraft, die mir später fehlen sollte.

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Freerk und ich am „Gipfel“

Quasi geflogen

Kurz nach Langenrehm konnten wir uns einer Gruppe anschließen, die ein hohes und gleichmäßiges Tempo gefahren ist – wunderbar! Mit der Gruppe ging es für mich bis nach Schierhorn. Ein älterer Mitfahrer in einem Radio-Shack-Trikot hat die ganze Zeit Unruhe in die Gruppe gebracht, indem er immer rausgefahren ist, um sich die Nase zu säubern, was zu trinken, jemanden zu grüßen oder was auch immer, auf jeden Fall ist so immer eine Lücke entstanden, die dann auch wieder zugefahren werden musste – es hat unnötig Kraft gekostet. Als es an einer Stelle etwa bei Kilometer 55 bergab ging und die Straße sich noch sehr nach Baustelle anfühlte, kam erneut so eine Situation, und dann war die Lücke zur groß und der Mut, bei 65km/h auf wirklich schlechter Straße noch mal zu beschleunigen um an die Gruppe heranzufahren, zu klein. Die Gruppe und Freerk waren weg – für mich begangen einsame 50 Kilometer. Viele Fahrer waren deutlich zu langsam, die die mich überholten (oft nur noch die ganz schnellen aus den hinteren Blöcken) zu schnell. Ich musste viel im Wind arbeiten, was Kraft kostete und erste Krämpfe kündigten sich ab Harburg an. Die Stücke mit Gegenwind taten dann richtig weh und nach 2 Stunden 53 Minuten kam ich erschöpft und mäßig gelaunt im Ziel an. In Summe hätte ich mir eine Zeit 4-5 Minuten schneller gewünscht, was vielleicht auch geklappt hätte, wäre ich am Anfang etwas schlauer – mehr mein Tempo gefahren. Hier habe ich zuviel investiert, was sich nach hinten raus nicht ausbezahlt hat. In Summe fühlt es sich ein wenig an wie beim Velothon 2013, wo die falsche Fahrweise und nicht die Form die Zeit versaut hat. Das war aber auch der einzige Schatten auf einer ansonsten wunderbar sonnigen Veranstaltung.

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Die Teamergebnisse bei den Cyclassics 2014

Die Cyclisten Altona haben sich hervorragend geschlagen, um nicht zu sagen sensationell:

Felix

Felix kam nach fantastischen 2 Stunden und 38 Minuten im Ziel an, und erreichte einen unglaublichen 238. Platz in der Gesamtwertung. Das riecht nach Block A oder B bei den Cyclassics 2015 – Wahnsinn

Lupo

Bei seiner zweiten Teilnahme eine Minute schneller als 2013. Mit 2:42 auch eine unglaubliche Zeit, gerade in Anbetracht, dass er nur eine Trinkflasche dabei hatte. Die zweite ist ihm heruntergefallen als direkt neben ihm ein Reifen geplatzt ist. Die Flasche war weg, dafür ein Pfeifen im Ohr da. Er hat dann mehrere Mitfahrer angesprochen, ob die nicht einen Schluck zu trinken hätten – ohne Erfolg. Er ist dann einfach schneller als die ins Ziel gefahren…

Freerk

Erste Teilnahme und ganz knapp an den 2:50 „gescheitert“. Er ist noch länger mit der Gruppe mitgefahren und konnte vom Windschatten und der angenehmen Fahrweise profitieren – super gemacht, mehr geht nicht.

Patrick

Mit 2:53 etwas unter den Erwartungen zurückgeblieben. Vor 1,5 Jahren hätte ich mich über die Zeit aber noch gefreut, aber langsam reift die beste Taktik in mir.

Cyclisten Altona

Ein Platz unter den Top100 war das Ziel. Der 39. ist es geworden – habe ich schon mal das Wort unglaublich benutzt??? Wahnsinn, die Top30 sind in Reichweite….

Facts Cyclassics 2014

  • Das Rennen scheint insgesamt etwas langsamer gewesen zu sein. Platz 1 war zwar schneller als 2013, die Plätze 1.000 und 3.000 hingegen deutlich langsamer bei den Cyclassics 2014
  • Alle im Team der Cyclisten Altona sind im ersten Viertel der Ergebnisse
  • Ich als „langsamster“ Fahrer des Teams hatte erstaunlicher Weise „nur“ 39 Frauen vor mir. Das wird auch in den vorderen Startblöcken deutlich, in denen kaum Frauen zu sehen sind. So in Zahlen ist es schon erschreckend, wie Männerlastig der Sport ist.
  • Mit Musik von Rocky, gibt es fast einen neuen Tiefstand bei den Startmusiken bei Jedermannrennen – wo war die DJ von 2013??
  • Das Wetter war wunderbar, zwar etwas stürmisch und kalt, aber auf jeden Fall ok.
  • Bei den Profirennen mussten wir Zuschauer die Banden festhalten, damit sie nicht (wieder) umwehen. Auf die Idee die Banner einfach abzuschneiden ist niemand gekommen, bezw. sollte er nicht, stattdessen wurde die Gesundheit der Fahrer riskiert. Circa 1 Minute nachdem die Gitter umgefallen sind, kam schon das Hauptfeld in Altona vorbei.

Unser Zug bei den Cyclassics 2014

Bei Sekunde 28 sieht man uns zu viert durchs Bildfahren….

Weitere Bilder von den Cyclassics 2014

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