23. Hella Halbmarathon Hamburg 2017

Die Sommermonate sind einfach die Eventmonate. Jedes Wochenende besteht die Möglichkeit an diversen Läufen, Triathlons und Radrennen teilzunehmen. Wer in einer Saison mehr als an einem Rennen teilnehmen möchte, muss klare Prioritäten in der Vorbereitung setzen und bei den anderen Rennen akzeptieren, dass nicht immer einer PB rausspringt. Ähnlich verhielt es sich mit mir und dem Hella Halbmarathon Hamburg 2017.

Mitten zwischen zwei Triathlons bestand meine spezifische Vorbereitung aus einem Lauf über 16 und einen über 14 Kilometern. Entsprechend entspannt bin ich diesen Lauf angegangen und es hat sich ausgezahlt.

Startunterlagen und Co.

Ich bin schon am Freitag zur Schule am Turmweg gefahren um dort meine Startunterlagen abzuholen. Auf dem Schulhof waren zwei Zelte aufgebaut, in denen Massen an Helfern für einen wahnsinnig schnelle Bearbeitung sorgten. Nach nicht mal 2 Minuten war das erledigt. Obwohl der Hella Halbmarathon Hamburg 2017 schon der drittgrößte Halbmarathon in Deutschland ist, war die Abwicklung bei den Startunterlagen und später auch am Renntag kein Vergleich mit dem Halbmarathon Berlin. Keine Schlangen, keine doppelte und dreifache Kontrolle inkl. diverser Armbändchen und Co. Bestätigungsmail vorgezeigt, Startnummer bekommen – fertig. Anschließend noch kurz an der handvoll Messestände vorbeigeschaut, aber nichts für mich spannendes entdeckt.

Per Shuttle zum Start

Am Sonntagmorgen habe ich mich dann mit dem Rad zum Zielbereich am Rothenbaum gemacht, dort mein Rad bei sehr engagierten Helfern in Obhut gegeben (nach einem Schauer haben die sogar die Sättel trockengewischt – top) und mich in den Shuttle zum Start gesetzt. Das hat wirklich gut funktioniert, alle 4-5 Minuten fuhr ein Bus los und keine 10 Minuten später war ich am Millerntorplatz.

Start Hella Halbmarathon Hamburg 2017

Auch hier zeigte sich, dass sich die Veranstaltung trotz der Größe noch etwas entspanntes erhalten konnte. Es gab keine Startblöcke, sondern einfach ein paar Schilder mit den Zielzeiten drauf, nach denen man sich entsprechend einsortieren konnte. Das war irgendwie nett und entspannt. Auf jeden Fall bin ich noch nie erst so kurz vor dem Start an meinem Platz gewesen. Zwei Minuten nach dem Startschuss ging es dann auch schon für mich über die Zeitmessmatte.

Das Rennen

Die Bedingungen waren schon sehr gut. Leicht schwüle 18-20 Grad und ab und zu ein paar Tropfen Regen, so kann man schon gut laufen. Ich bin die ersten Kilometer der Strecke beim Hella Halbmarathon Hamburg 2017 mit einem ehemaligen Arbeitskollegen recht ruhig und kontrolliert angegangen. Erst ab dem Fischmarkt haben wir den Schwung mitgenommen und das Tempo erhöht. Da ich mir im Vorwege kein Ziel gesetzt habe, konnte ich es entspannt angehen lassen. Nach einem Schnitt von 5:25 auf den ersten Kilometern pendelte sich mein Tempo bei zwischen 5:00 und 5:10 ein. Bei der Wendemarke auf der Kennedybrücke spielte ich kurz mit den Gedanken noch auf eine Zeit von unter 1:50 zu gehen, aber da fehlte irgendwas zwischen Mut, Wille und Kraft, so dass am Ende eine für mich sehr gute 1:52 in den Ergebnislisten stand – meine zweitbeste Halbmarathonzeit.

Ob bessere Zeiten möglich gewesen wären, wenn die Strecke nicht so voll gewesen wäre, kann ich nicht richtig einschätzen. Aber ich persönlich musste doch schon sehr oft abbremsen, einen kleinen Schlenker laufen und dann wieder beschleunigen. Und sicherlich war ich mindestens genauso oft auch das Hindernis. Bei mir hat sich das Feld erst kurz vor Schluss bei KM 16 etwas entzerrt. Ich denke, das ist fast typisch für einen Halbmarathon, weil die Zielzeiten doch sehr eng zusammenliegen, gerade im Bereich ab 1:40 bis 2:00 Stunden. In Berlin wurde ja in Blöcken und Wellen gestartet und auch dort waren die Strecken immer sehr voll – also kein Plädoyer für Startblöcke.

Leicht erschreckend war die Anzahl an Läufern, die am Rand der Strecke medizinische Hilfe in Anspruch nehmen musste. Es fing im Wallringtunnel an und wurde extrem auf den letzten 1,5 Kilometern, wo gefühlt alle 200 Meter jemand auf einer Trage lag. Ich hoffe es geht allen wieder gut.

Toll war die Stimmung entlang der Strecke. Bands, DJ´s, Runningcrews und Zuschauer haben wirklich alles gegeben und für einen ordentlichen Push gesorgt. Das war schon was Besonderes. Will gar nicht wissen, wie es bei noch besserem Wetter gewesen wäre….

Im Ziel vom Hella Halbmarathon Hamburg 2017

Hier merkte man dann doch, dass die Veranstaltung immer größer wird. Der Zielbereich war zwar groß genug, aber meiner Meinung nach durch die LKWs zu schmal, so dass es sich immer irgendwo staute. Auch die Kleiderbeutelausgabe war an manchen LKWs noch optimierungswürdig. Zum Teil lagen die Rucksäcke einfach auf dem Boden rum, bei anderen funktionierte es hingegen total gut. Sehr eng wurde es dann auf dem Weg vom Zielbereich zur U-Bahn. Das ist aber alles der Ortschaft (und manchen sich einfach in den Weg setzenden Läufern) geschuldet und wie man bei Facebook las, soll Start und Ziel im nächsten Jahr in die Messehallen ziehen, womit die Problemchen dann ja auch alle gelöst sein sollten.

Fazit zum Hella Halbmarathon Hamburg 2017

Eine tolle Veranstaltung bei fast perfekten Bedingungen, die sich etwas von dem Charme kleinerer Läufe erhalten konnte. Für mich eine sehr zufriedenstellende Zeit mit der Option irgendwann mal die 1:45 auf der Distanz in Angriff zu nehmen.

Patrick Verfasst von:

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